Rosmarin

Lateinisch (Botanisch):  Rosmarinus officinalis
Englisch: Rosemary

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Herkunft

In der Wildform wächst Rosmarin seit alters her im Mittelmeerraum. Ursprünglich war er wohl im Libanon heimisch. Rosmarin liebt warmes, trockenes Klima. Kultiviert wird Rosmarin inzwischen aber auch in Nordafrika, Mexiko und in den USA. Schon seit der Antike ranken sich zahlreiche Legenden um die aromatisch harzigen Nadeln. In Ägypten galt Rosmarin als heiliges Kraut. Bei den Römern war Rosmarin ein Zeichen für Treue. Und im antiken Griechenland bekamen Schüler ein Kränzchen aus Rosmarin auf den Kopf gesetzt. Das sollte die Lernfähigkeit steigern. In Europa wurde Rosmarin — wegen seines ausgesprochen harzigen Geruchs — auch als Mittel eingesetzt, das die Geister vertreiben sollte.

Merkmale und Anbau

Rosmarin gehört, botanisch betrachtet, zur Familie der Lippenblütler. Rosmarin Sträucher können bis zu einem Meter hoch werden und sind immergrün. Sie bilden kleine, hell-violettfarbene Blüten aus. Geerntet werden die Nadeln während oder nach der Blüte. Dazu werden die Triebe einfach abgeschnitten, die Nadeln werden von den holzigen Zweigen abgestreift und anschließend sofort getrocknet.

Aroma und Verwendung

Die Rosmarinnadeln zeichnen sich durch harzigen, ein bisschen kampferartigen Geruch aus. Rosmarin verleiht allen mediterranen Gerichten ein besonderes Flair, passt besonders gut zu Lamm- und Wildfleisch. Aber auch andere Fleischarten, Fisch und Gemüsegerichte würzt Rosmarin mit einer besonderen Note.

Heilkunde

Schon Karl der Große wusste die vielfältigen Heilwirkungen des Rosmarins zu schätzen, er ordnete deshalb sogar den Anbau des Gewürzkrautes an. Rosmarin gilt als nervenberuhigend und kreislaufstabilisierend. Traditionell wird Rosmarin bei Erschöpfungszuständen, aber auch bei Magenbeschwerden und bei Kopfschmerzen angewandt. Die ätherischen Öle sowie Gerb- und Bitterstoffe der Rosmarinnadeln regen die Magensaft und Gallenproduktion an. Auch für die äußerliche Anwendung ist Rosmarin bestens geeignet. Rosmarinsalbe wird bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt und wirkt schmerzlindernd.

Rosmarin gehört zu den Gewürzen, die erst durch Mitkochen ihr volles Aroma entfalten. Deshalb empfiehlt es sich, Rosmarin frühzeitig zu den Speisen zu geben. Ein Geheimtipp ist eine stärkende Kur mit Rosmarinwein. Dazu Weißwein mit etwa zehn Gramm Rosmarin ansetzen, eine Woche ziehen lassen. Rosmarinnadeln entfernen. Eine Woche lang täglich ein kleines Glas davon trinken.