Gewürzlexikon

Eine Übersicht

Die Welt der Kräuter und Gewürze ist ungemein vielfältig. Verbreitung und Einsatz der edlen Naturprodukte ist eng mit der kulinarischen Tradition einer Region und dem Vorkommen verknüpft. So ist der Kreuzkümmel zum Beispiel in der nordafrikanischen und indischen Küche allgegenwärtig, wogegen er in Europa, ob seines für unsere Gaumen ungewohnten Geschmacks, zumeist nur in der Crossover-Küche verwendet wird. Sehr viele andere Gewürze, vorneweg der Pfeffer, haben sich dagegen fast überall etabliert. Hier eine kleine Übersicht.

Mit der Entdeckung der neuen Welt brachte Columbus neben Paprika auch »AXI« (indianischer Name für Capsicum) mit nach Europa. Aus peruanischen Gräberfunden weiß man, dass Capsicum-Arten schon in der Prä-Inkazeit in der Diät der Indianer eine Rolle spielten.

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Bereits in der antiken chinesischen Literatur wurden die Gewürznelken erwähnt. Damit ihr Atem gut rieche, durften die chinesischen Staats-und Hofbeamten ihrem Kaiser nur mit ein paar Nelken im Mund gegen übertreten.

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Schon sehr früh scheint der Ingwer bei den Chinesen und Indern bekannt gewesen zu sein. Es war eines der ersten Gewürze, das den Mittelmeerraum erreichte, wahrscheinlich von den Phöniziern dorthin gebracht.

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Kardamom ist eines der am längsten bekannten Gewürze. In Indien galten die Samen lange vor Christi Geburt als kostbar. Über die Karawanen-Routen gelangte er nach Europa.

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Knoblauch kommt aus Innerasien und gelangte über Vorderasien und Ägypten nach Europa. Schon im antiken Ägypten um 2.700 ˆ 2.500 v. Chr. versorgte der Pharao Cheops für den Bau seiner Pyramide die Arbeiter mit Knoblauch.

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Koriander gehört zu den ältesten Gewürzen, die von Menschen zum Verzehr verwendet werden. In ägyptischen Papyrusschriften (1.500 v. Chr.), Sanskritschriften, Bibeltexten werden bereits Koriandersamen erwähnt.

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Schon vor ca. 3.000 Jahren kannte man Kurkuma bereits in Indien und Indonesien. Der Name entstammte der arabischen Bezeichung »KURKUM«. Von Indien aus gelangte es frühzeitig durch die Araber über Handelswege in das Mittelmeergebiet.

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Kümmel ist wahrscheinlich das älteste in Europa verwendete Gewürz. Verkohlte Kümmelfrüchte wurden in den Überresten jungsteinzeitlicher Pfahlbauten von Robenhausen gefunden, welche auf das dritte vorchristliche Jahrhundert datiert werden.

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Am Kreuzkümmel scheiden sich ob seines Geschmacks bei uns oft die Geister. Für die einen riecht er nach Schweißfüßen, für die anderen hat er ein intensiv warm, holziges Aroma ohne das man Chili&Co nicht kochen kann.

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Der Lorbeerbaum galt schon in der Antike als heilig. Er war das Symbol für Ruhm und Weisheit und war dem Gotte Apoll geweiht. Das Orakel von Delphi, die Pythia, kaute Lorbeer, der sie in eine Art Betäubungszustand versetzte.

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Die Muskatnuß war im Altertum den Griechen und Römern nicht bekannt. In China und Indien geht der Gebrauch bis in die vorchristliche Epoche zurück. 

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Die Heimat der Paprikapflanze dürfte Kolumbien sein. Mit dem Ende der zweiten Reise von Christoph Columbus kamen erste Sämlinge des »Pimiento de las Indias«, des indianischen Pfeffers, nach Spanien.

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Pfeffer ist eines der am längsten bekannten Gewürze. Etwa 3.000 Jahre alte Zeugnisse dafür finden sich in der altindischen Sanskritliteratur. Den Ursprung der Pfefferpflanze vermutet man im nördlichen Indien, in Assam.

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Von Piment erhielt man erst Kunde, als Columbus von seiner zweiten Reise aus der neuen Welt zurückkehrte. Während die ostasiatischen Gewürze seinerzeit mit Gold aufgewogen wurden, blieb Piment weitgehend unbedeutend.

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Safran hat schon in der Antike als Gewürz, Färbemittel und auch als Arznei eine Bedeutung gehabt. Zu Salomon’s Zeiten galt er bereits als königliches Gewürz und es wurde jeder Preis dafür bezahlt.

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Die Azteken in Mexico verwendeten bereits die Vanille, die sie »Tlilxochiztl« nannten, als Gewürz und Huldigungsgabe für ihre Kaiser. Sie würzten damit ihren Kakao.

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Bereits im alten Ägypten, vor etwa 2.500 Jahren, kannte man Wacholderbeeren. Bei den alten Germanen nahm man Reisig vom Wacholderbeerstrauch zum Verbrennen der Toten, da Wacholder bei ihnen heilig war.

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Zimt zählt zu den ältesten Gewürzen der Welt. Seit etwa 5.000 Jahren in China als KWEI, wie der Zimt (Cassia) dort genannt wurde, bekannt. Arabische und phönizische Kaufleute brachten die aromatische Rinde schon zur Zeit der Pharaonen nach Ägypten.

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